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Begriffe und Inhalte der Strategiearbeit

Es gibt viele verschiedene Ansätze, den Begriff Strategie für den Bereich von wirtschaftlichen Unternehmen zu definieren. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem griechischen Heereswesen, die strategische Denkweise war aber auch chinesischen Militärführern geläufig. Neben diesen Ansätzen aus einer Zeit vor mehr als 2.500 Jahren traten später z.B. Machiavelli oder Clausewitz als namhafte Vertreter mit Werken zu strategischen Fragen hervor. Es liegt deshalb nahe, den Ursprung vieler Ansätze zum Thema Strategie im militärischen oder machtorientierten Verständnis zu suchen.

Den modernen Ansätzen für eine unternehmensbezogene Definition des Strategiebegriffs sind folgende Aspekte gemeinsam:

  • Strategie ist Sache der Unternehmensleitung – die Zuständigkeit liegt weder bei den Inhabern bzw. den Anteilseignern noch bei nachgeordneten Mitarbeitern.
  • Strategie ist eingebettet in den Existenzzweck des Unternehmens. Wenn vorhanden, sind Vision und Mission eines Unternehmens Leitlinien der Strategie. Unter Umständen jedoch sind Unternehmensleitungen in der Lage, die Vision und Mission der Strategie unterzuordnen oder aus der Strategie abzuleiten.
  • Strategie ist langfristig orientiert, wobei die Länge des strategischen Betrachtungszeitraums von Branche zu Branche oder von Markt zu Markt unterschiedlich ausfallen kann. Hieraus folgen Besonderheiten für Konzerne, die über einen Mix aus strategischen Geschäftseinheiten verfügen. Auch Basisinvestments, zum Beispiel F&E-Projekte und Patente, aber auch Immobilien und Beteiligungen, werden als Ergebnis früherer strategischer Entscheidungen wirksam. Sie binden Mittel und können auf diese Weise zeitliche und finanzielle Handlungsoptionen begrenzen.
  • Strategie betrifft die Ausrichtung eines ganzen Unternehmens – gegebenenfalls unter Einbezug gesonderter Teilstrategien, zum Beispiel für strategische Geschäftseinheiten.
  • Strategie baut auf der Historie des Unternehmens und den darin entstandenen Kulturen auf.
  • Strategie berücksichtigt externe Rahmenbedingungen und versucht, deren Veränderungen zu antizipieren. Dazu gehören u.a. Kunden, Wettbewerb, Lieferanten, Umwelt, Mitarbeiter, Eigentümer/Anteilseigner. Angestrebt wird der sogenannte strategische Fit.

Trotz dieser gemeinsamen Aspekte, die den Strategiebegriff prägen, ist es nahezu unmöglich, eine kurze und prägnante, allgemein gültige Definition zu formulieren.

Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Strategie aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden kann. Diese werden durch teils sehr unterschiedlichen Denkrichtungen repräsentiert. Henry Mintzberg hat zusammen mit Bruce Ahlstrand und Joseph Lampel in einer Studie aus dem Jahr 1998 „Strategy Safari - A Guided Tour Through the Wilds of Strategic Management“ diese Denkrichtungen zusammengetragen, analysiert und in Schulen kategorisiert. Dabei ergaben sich zehn verschiedene Schulen zum Thema unternehmerische Strategien.

Meine Auffassung ist, dass diese Schulen im unternehmerischen Alltag nicht in Reinform existieren. Je nach Ausgangslage fließen Ansätze etlicher Schulen mehr oder weniger bewusst in die unternehmerischen Strategieprozesse ein.

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